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17.06.2026 von Julia Barriga

« Es war mir wichtig, das gegenseitige Verständnis zu fördern »

Attila Baumgartner arbeitete ­drei Jahre lang als Personalvertreter im Verwaltungsrat mit. Dabei verstand er sich als Brückenbauer zwischen Mitarbeitenden, ­Geschäftsleitung und Verwaltungsrat. Er selbst hat dabei gelernt, stärker strategisch zu ­denken.


Beitrag der ABS
Artikel in Thema Handwerk
Foto: zvg

Welche Themen der ABS sind dir besonders wichtig? 
Attila Baumgartner: Der ABS muss es auch in Zukunft gelingen, wirtschaftliche Stabilität und ganzheitlich gelebte Nachhaltigkeit zu verbinden. Das Wachstum der Bank und die steigenden regulatorischen Vorgaben sind dabei herausfordernd. Die Nachhaltigkeit macht uns als Bank einzigartig. Im Verwaltungsrat war es mir deshalb wichtig, unsere Transformation aktiv mitzugestalten. Trotz dem Wachstum der letzten Jahre dürfen wir unsere ­Geschichte, unsere Kultur und unsere Werte nicht aus den Augen verlieren. Die zunehmende Professionalisierung darf nicht bedeuten, dass wir unsere Identität ­verwässern.
 
Wo konntest du dich im Verwaltungsrat besonders einbringen? 
Dass eine Vertretung des Personals im Verwaltungsrat Einsitz hat, spiegelt die besondere Kultur der ABS. Als Personaldelegierter hatte ich im Verwaltungsrat eine ­eigene Perspektive, da ich täglich im operativen Betrieb der Bank tätig bin. Dadurch konnte ich die Sichtweisen und Anliegen der Mitarbeitenden direkt in den Verwaltungsrat einbringen und die strategischen Entscheide spiegeln.
  
Als Vertreter des Personals hattest du im Verwaltungsrat eine spezielle Rolle. Was hast du geschätzt, und was war anspruchsvoll?
Ich habe mich als Brückenbauer zwischen Mitarbeitenden, Geschäftsleitung und Verwaltungsrat verstanden. Es war mir wichtig, das gegenseitige Verständnis zu fördern und auch schwierige Themen offen anzusprechen, ohne Fronten zu schaffen. Herausfordernd war dabei die Balance zwischen Nähe und Distanz: Einerseits müssen wir im Verwaltungsrat nahe genug an den Mitarbeitenden sein, andererseits die notwendige strategische Perspektive wahren. Diese Balance verantwortungsvoll zu gestalten, empfand ich als anspruchsvoll, aber auch als sehr lehrreich.

Was kommt nach deiner Zeit im Verwaltungsrat?
Ich bin sehr dankbar für diese lehrreiche Erfahrung.Nun werde ich wieder zu 100 Prozent meiner «normalen» Arbeit im Business Development der Bank nachgehen. Und ich freue mich darauf, in Zukunft wieder mehr Zeit und Energie für mein Privatleben zu haben.

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