Wann wird Ungleichheit zu extrem? Ein Expertengremium schlägt vor, das Thema Ungleichheit ähnlich wie das Klima von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Steuern wir auf einen Notstand zu? Warum befeuert Ungleichheit den Aufstieg des Rechtspopulismus? Und kann es so etwas wie eine klassenlose Gesellschaft geben?
Illustrationen: Claudine Etter

Die zwölf reichsten Personen der Welt besitzen mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit zusammen. Zu diesem schockierenden Ergebnis kommt die Entwicklungsorganisation Oxfam in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Sie steht in einer Reihe von aktuellen Berichten, die alle zeigen: Die wirtschaftliche Ungleichheit wächst global, aber auch innerhalb von einzelnen Ländern. Was bedeutet es, wenn sich die Kluft zwischen armen und reichen Menschen immer weiter auftut? Welche politischen Folgen hat das? Warum bildet Ungleichheit den Nährboden für den Aufstieg der Rechtspopulisten? Und könnte es überhaupt so etwas wie eine klassenlose Gesellschaft ohne jegliche Ungleichheit geben? Diesen und vielen weiteren Fragen zur Ungleichheit gehen wir in dieser moneta nach.
Wann wird Ungleichheit zu extrem? Ein Expertengremium schlägt vor, das Thema Ungleichheit ähnlich wie das Klima von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Die wirtschaftliche Ungleichheit nimmt zu. Viele Menschen fühlen sich dadurch unter Druck – aber nicht nur materiell. Sie fürchten auch um ihren Status. Rechtspopulistische Parteien machen sich diese Ängste zunutze: Sie greifen sie auf und befeuern einen Kulturkampf.
Der weltweit zunehmenden Ungleichheit setzt die Philosophin Jule Govrin eine Theorie radikaler Gleichheit entgegen. Was diese beinhaltet und warum der Körper Ausgangspunkt ihres Denkens ist, erklärt sie im Interview.
Warum gibt es eigentlich noch Zugklassen, warum unterschiedliche Preiskategorien im Theater? Über all die unscheinbaren Ungleichheitssysteme, die unseren Alltag prägen – und unsere Gesellschaft eben doch klar sortieren.
Die Juristin Annelise Oeschger engagiert sich in der Bewegung ATD Vierte Welt und bringt Menschen mit und ohne Armutserfahrung zusammen. Dabei kann Überraschendes passieren.
Die Chancen sind in unserer Gesellschaft ungleich verteilt – und abhängig vom «ökonomischen», «kulturellen» und «sozialen» Kapital, über das Kinder verfügen. Wissen Sie, wie es um Ihre Startchancen stand? Finden Sie es heraus mit unserem Online-Quiz!
Die Schweiz spart bei der Auslandhilfe und schaffte es bisher auch im Inland nicht, die Ungleichheit zwischen Arm und Reich zu vermindern. Die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wird immer schwieriger.
Kinder, die auf Höfen und in Anstalten zur Arbeit gezwungen wurden – das gab es in der Schweiz mindestens bis Ende der 1980er-Jahre. Christian Tschannen war eines von ihnen. Seine Geschichte ist exemplarisch für die jüngere Sozialgeschichte der Schweiz.
In Kleinbasel dreht seit bald 20 Jahren ein kleiner Himmelskörper seine Runden, abseits des öffentlichen Bewusstseins, aber mit umso grösserer Bedeutung für diejenigen, die sich dort einfinden: Der Planet13 bietet Zugang zu digitalen Räumen für alle.
Gerecht gehandelte Lebensmittel wie Kaffee und Kakao verbessern die Lebensbedingungen in den Produktionsländern. Doch für einen echten Durchbruch ist es nötig, die Ernte möglichst rasch nach dem Einbringen zu bezahlen. Die Genossenschaft Fair2C möchte diese Lücke füllen.
Die Alternative Bank Schweiz AG hat ihr Vergütungsmodell überarbeitet. Im Fokus stand dabei das Lohnmodell. Warum das neue Modell transparenter ist und welche neuen Mitsprachemöglichkeiten es Mitarbeitenden bietet, erklärt Astrid Blunschi im Interview.
Ethisches Banking ist der Gegentrend zum aktuellen politischen Mainstream. Dabei ist man nicht zwingend in der Defensive, wie der Jahreskongress der Europäischen Föderation der ethischen und alternativen Banken (FEBEA) am 2. Oktober 2025 in Thun zeigte.