Wann wird Ungleichheit zu extrem? Ein Expertengremium schlägt vor, das Thema Ungleichheit ähnlich wie das Klima von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Wann wird Ungleichheit zu extrem? Ein Expertengremium schlägt vor, das Thema Ungleichheit ähnlich wie das Klima von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Warum gibt es eigentlich noch Zugklassen, warum unterschiedliche Preiskategorien im Theater? Über all die unscheinbaren Ungleichheitssysteme, die unseren Alltag prägen – und unsere Gesellschaft eben doch klar sortieren.
Die Chancen sind in unserer Gesellschaft ungleich verteilt – und abhängig vom «ökonomischen», «kulturellen» und «sozialen» Kapital, über das Kinder verfügen. Wissen Sie, wie es um Ihre Startchancen stand? Finden Sie es heraus mit unserem Online-Quiz!
In Kleinbasel dreht seit bald 20 Jahren ein kleiner Himmelskörper seine Runden, abseits des öffentlichen Bewusstseins, aber mit umso grösserer Bedeutung für diejenigen, die sich dort einfinden: Der Planet13 bietet Zugang zu digitalen Räumen für alle.
Wir duschen, spülen Toiletten, waschen Kleider, bewässern Gärten, Parks und Landwirtschaft mit Trinkwasser – obwohl dafür auch Wasser von niedrigerer Qualität genügen würde. Beispiele aus Hongkong und San Francisco zeigen, wie alternative Wassersysteme aussehen können.
Die Schweiz ist international bekannt für ihre sauberen Flüsse und Seen. Das war nicht immer so: Bis weit ins 20. Jahrhundert gelangten Abwässer von Siedlungen und Industrie ungeklärt in die Umwelt.
Es ist ein eher wenig beachteter Brennpunkt aktueller kapitalistischer Machtspiele: Wasser als Ressource. Der Eindruck nämlich, dass die grossen, neoliberalen Privatisierungswellen eher am Abflachen sind: Er täuscht.
In Kleinbasel dreht seit bald 20 Jahren ein kleiner Himmelskörper seine Runden, abseits des öffentlichen Bewusstseins, aber mit umso grösserer Bedeutung für diejenigen, die sich dort einfinden: Der Planet13 bietet Zugang zu digitalen Räumen für alle.
Matthias Binswanger ist einer der bekanntesten Wachstumskritiker der Schweiz. Der Wirtschaftsprofessor verhandelt das Problem aber nicht nur aus ökologischer Perspektive, für ihn hat Wachstum viel mit Glück zu tun. Beziehungsweise mit dem Unglück, dass die Wirtschaft zusehends sinnlos weiterwächst.
Populisten und Autokraten brauchen Propaganda, um Macht zu erlangen und auszuüben. Ein Blick nach Russland zeigt, dass es heute vor allem um eins geht: völlige Desorientierung zu schaffen.
Es gibt einen Fehler in der Matrix der Demokratie: Es partizipieren längst nicht alle an den Entscheidungsprozessen. Lässt sich das mit digitalen Mitteln vielleicht ändern?
Die Medienlandschaft befindet sich in einem fundamentalen Wandel: Besonders die Generation Z weiss kaum mehr, wie sich Zeitungspapier anfühlt. Wie informieren sich die Jungen heute?
Schon zehn Jahre ist es her, dass der Medizinethiker Giovanni Maio in einem dünnen Suhrkamp-Band das «Geschäftsmodell Gesundheit» angeprangert hat – «Wie der Markt die Heilkunst abschafft», hiess es im Untertitel.
Medizinisches Fachpersonal auszubilden, ist teuer. Bei uns ist das ein bildungspolitisches Thema, in Afrika ist es ein existenzielles. Wie wäre es, hier statt Menschen KI einzusetzen? Die Ärztin Mary-Anne Hartley von der ETH Lausanne sieht ein riesiges Potenzial.
Medizin tut heutzutage oft mehr, als gut ist – auch in der Schweiz. Unnötige Untersuchungen und Behandlungen bringen selten Nutzen, oft aber Risiken. Trotzdem spricht kaum jemand darüber. Denn das moderne Gesundheitssystem belohnt Handeln und bestraft Zurückhaltung.
Es gibt einen neuen glitzernden Stern am Nachhaltigkeitshimmel: Die Nature-Positive-Bewegung verspricht die hoffnungsvolle Flucht nach vorn, indem sie Naturschutz zur Investitionschance erklärt. Doch die konkreten wirtschaftlichen Rezepte wecken Zweifel.
Wie viel Sinn kann Arbeit machen? Es ist gerade viel die Rede von «Purpose», wenn es um die schöne neue Arbeitswelt geht. Die harmlos klingende Frage hat immer wieder für heftige Kontroversen gesorgt.
Ist die Welt mit dem Internet zusammengeschrumpft oder im Gegenteil fragmentiert worden bis zur vollkommenen Unübersichtlichkeit? Es ist nicht ganz einfach, das Raumgefühl im Digitalen korrekt zu beschreiben.
«Made in China» kauft man heute ja sehr oft. Seit den neuen Konsum-Apps wie Temu stellt sich allerdings die Frage, welche Handelswege transparenter sind: die über einen Grossisten in der Schweiz oder die direkt über die App? Eine Probe aufs Exempel.
Wenn global verantwortungsvolles Denken lokal unbeabsichtigte Folgen hat: Solino-Gründer Felix Ahlers erklärt im Interview, warum kleine Kaffeebauern in Äthiopien über die neue EU-Entwaldungsverordnung zu stolpern drohen.
Libertäre sehen den Staat als notwendiges Übel. Sie möchten ihn auf ein Minimum reduzieren. Steuern bräuchte es dafür wenig bis keine.
Johann Hug vom Verein taxmenow fordert eine höhere Besteuerung der berüchtigten «reichsten Prozente» an der Spitze der Pyramide. Dass er selbst auch zu ihnen gehört, war ihm zunächst gar nicht bewusst.
Steuern wir dank Überfluss-Technologien auf eine Postknappheit-Zukunft zu? Würde in einer solchen Zukunft die Wirtschaft noch funktionieren? Denn: Wenn alles unbegrenzt vorhanden wäre, würde sich ja nichts mehr bepreisen und nichts mehr verkaufen lassen – oder etwa doch?
Der Begriff Knappheit hat in den politischen und gesellschaftlichen Debatten in unseren Breitengraden Konjunktur. Der Kulturwissenschaftler Markus Tauschek findet es wichtig, dass wir darüber nachdenken, wie wir über Knappheit sprechen, und auch darüber, wie der Begriff instrumentalisiert wird.
In der Schweiz nehmen im Sommer die Anzahl Hitzetage zu und die Niederschlagsmenge ab. Es wird also immer trockener, das Wasser knapp. Was das für die Landwirtschaft bedeutet und wie diese damit umgehen kann, hat im Kanton Aargau ein Pilotprojekt untersucht.
Wie geht die Natur eigentlich mit Unnützem, mit nicht mehr Verwertbarem um? Ganz einfach: Sie führt die Idee von «Abfall» ad absurdum. Auf der Erde fällt nichts an, was nicht von irgendeinem Lebewesen weiterverwertet wird.
Das Designbüro Mifactori aus Berlin entwickelt Produkte, Methoden, Kampagnen und Bildung für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Warum wir einen ganz neuen Designansatz brauchen und was das alles mit Spielzeug zu tun hat, erläutert der Initiator Lars Zimmermann.
Die «open circular economy»-Bewegung hat eine radikale Vision von Kreislaufwirtschaft: Offene Systeme, wie man sie von der Software-Entwicklung kennt, müssten auch für Hardware Vorbild sein, erklärt Maximilian Voigt von der Open Knowledge Foundation.
Was finanzielle Inklusion genau ist, warum es sie braucht und was sie tatsächlich bringt. Ein Überblick.
In der Kultur Eritreas ist es verpönt, Schulden zu machen. Auch wenn sie in der Schweiz leben, nehmen Eritreerinnen und Eritreer deshalb lieber keinen Kredit auf. Nicht einmal, um eine Firma zu gründen. Das macht aus unternehmerischer Sicht wenig Sinn, findet Nahom Mehret.
Der Wald gilt vielen als Inbegriff der Natur, des Ursprünglichen und Unberührten. Ein Streifzug durch die Geschichte zeigt aber, wie Menschen den Wald schon seit Jahrtausenden prägen.
Bäume «schlucken» beim Wachsen CO2 und speichern es im Holz. Hätten wir damit einen effizienten Hebel in der Hand, um die Emissionen zu senken? Eine Geschichte von grossen Ideen und noch grösseren Flächen.
Matthias Binswanger ist einer der bekanntesten Wachstumskritiker der Schweiz. Der Wirtschaftsprofessor verhandelt das Problem aber nicht nur aus ökologischer Perspektive, für ihn hat Wachstum viel mit Glück zu tun. Beziehungsweise mit dem Unglück, dass die Wirtschaft zusehends sinnlos weiterwächst.
Vor 50 Jahren publizierte der Club of Rome «Die Grenzen des Wachstums». Die eher trockene Abhandlung hat sich seither millionenfach verkauft und etliche Neuauflagen erhalten. Warum eigentlich? Ein Blick auf die erstaunliche Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Buchs.
In der westlichen Kulturtradition ist Wachstum (fast) immer positiv besetzt. Und das Gegenteil von Wachstum können wir uns eigentlich nur als Katastrophe vorstellen. Diese Grunderzählungen müssen wir dringend hinter uns lassen, um die Angst vor dem Nicht-Wachstum zu verlieren.
Bitcoin, Blockchain, Kryptographie – wie funktionieren sie genau? Und was sind die Hintergründe der aktuellen Entwicklungen, des raschen Auf und Ab im Kursverlauf? Wer die Zusammenhänge besser verstehen will, findet hier ein kommentiertes Best-of an Texten und Videos, die andernorts erschienen sind.
Darf der Mensch Lebewesen ausbeuten und sich nicht für sie, sondern nur für ihre Produkte interessieren? Simple Antwort: ja natürlich, wenn diese Lebewesen Mikroorganismen sind. Von einer stillen Revolution in der pharmazeutischen und der Lebensmittelindustrie.
Venedig ist schön, Venedig ist überlaufen, aber vor allem: Venedig ist die einzige wirklich autofreie Stadt der Welt. Können wir etwas lernen von der Serenissima, wenn es um Mobilität geht?