Die Global Alliance for Banking on Values ist ein unabhängiges Netzwerk von Banken, das soziale, ökologische und kulturelle Projekte fördert.
Die finanzielle Gleichstellung kommt in der Schweiz nicht vom Fleck: Frauen verdienen über 100 Milliarden Franken weniger als Männer – pro Jahr. Ein Gespräch mit der Ökonomin Mascha Madörin über Gründe und Folgen dieser enormen Einkommenslücke. Und was dagegen zu tun ist.
Für eine gelingende Kreislaufwirtschaft braucht es grosse Veränderungen im Konsumverhalten. Aber wo setzt man am besten an? Verhaltenswissenschaftlerin Bettina Höchli von der Universität Bern gibt Auskunft.
Bietet Holacracy einen Ausweg aus der Ungleichheitsfalle der aktuellen Arbeitswelt? Nachgefragt bei zwei Firmen, die das Modell anwenden.
In der Modeindustrie herrscht nach wie vor Ausbeutung. Das zeigt der neuste Firmencheck von Public Eye: Warum gelingt dem mittelgrossen Unternehmen Nile, womit andere sich so schwertun?
Damit wir Milch trinken und Fleisch essen können, quälen und töten wir Tiere. Ist Genuss eine Frage der Freiheit? Und sind die vielen Fleischersatzprodukte ein Hinweis darauf, dass jetzt ein Paradigmenwechsel im Verhältnis zwischen Mensch und Nutztier stattfindet?
Es gibt auf der Erde kaum einen Flecken sichtbaren Bodens, der nicht zu einem Staat gehört. Aber es gibt ihn. Und es gibt Erdenbewohner, die bereits heute mit ausserirdischem Boden Geschäfte machen.
Die Klimaerhitzung könnte zu einer Finanzkrise führen, die schlimmer wird als die von 2008, warnt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in einer Studie und fordert die Zentralbanken zu einem Strategiewechsel auf. Die Schweizerische Nationalbank investiert trotzdem weiterhin kräftig in Ölfirmen.
Die Zürcher SP-Nationalrätin und Ökonomin Jacqueline Badran ist wohl die prominenteste Kritikerin der Immobilienbranche. Im Interview erklärt sie, wie durch Bodenbesitz Milliarden an leistungsfreien Gewinnen erzielt werden.
Gewerkschaften warnen vor einem Prekariat von Gig-Arbeiterinnen und -Arbeitern. Doch harte Zahlen zum Ausmass der neuen Arbeitsform fehlen. Sicher scheint bloss: Sie wächst.
Immobilien eignen sich für die Geldwäscherei besonders gut. Warum und wie das funktioniert, erklärt Rechtsanwalt Fabian Teichmann, Autor des Buches «Methoden der Geldwäscherei».
1945 schrieb sich die Schweiz eine Mutterschaftsversicherung in die Verfassung. Aber noch heute ist die Schweiz im internationalen Vergleich nirgendwo bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Warum, erläutert Historikerin Elisabeth Joris.
Nach der Finanzkrise wurden Ratingagenturen hart kritisiert – ihre blauäugigen Bewertungen hätten unmittelbar zum Kollaps beigetragen. Stimmt das? Und hat sich seither etwas geändert? Ein Gespräch mit dem Ratingagentur-Spezialisten Kai Gehring von der Universität Zürich.
43 Banken aus allen Kontinenten gehören aktuell der Global Alliance for Banking on Values an. Ihre Ziele, Schwerpunkte, Erfolge und Herausforderungen unterscheiden sich stark, je nach Land, in dem sie tätig sind. Sechs GABV-Mitglieder geben Auskunft über ihre aktuelle Situation.
Wegen des Steuerwettbewerbs fehlt vielen Staaten Geld – etwa für Gesundheit, Bildung und die ökologische Transformation. Es fehlen auch die Gesetze, um das schädliche System zu stoppen. Jetzt will die Uno eine Steuerpolitik vorantreiben, die sie selber ausgestaltet.
Die Mitgliedsbanken der Global Alliance for Banking on Values erzielen mit ihrer Geschäftstätigkeit eine positive soziale und ökologische Wirkung. Zehn Kurzporträts von Menschen und Unternehmen aus allen Kontinenten zeigen, was dies konkret bedeutet.
Frauen verdienen meist weniger als Männer, leben aber länger, weshalb sie im Alter mehr Geld brauchen. Sie müssten sich also intensiver mit Finanzplanung auseinandersetzen, als sie dies im Alltag oft tun.
Auf dem Weg zu einer Netto-null-Architektur sind Holz und Lehm als Baumaterialien ein grosses Versprechen. Doch Beton wird bleiben. Man muss ihn aber intelligenter einsetzen.
Wie teuer müsste das Benzin sein, um die Umwelt- und Klimakosten des motorisierten Individualverkehrs zu decken? Und wie lassen sich Treibstoffabgaben sozialverträglich gestalten?
Wie ein heftiges Fieber, das die Schweiz streifte, und nicht mehr – so lautet eine weitverbreitete Meinung zur Finanzkrise von 2008.
Wenn die Schweiz das Netto-null-Ziel erreichen will, muss sich der material- und energieintensive Bausektor radikal verändern. Ansätze für ressourcenschonendes Bauen sind durchaus vorhanden. Nur, wie können sie sich durchsetzen?
Bewerten und bewertet werden sind essenzielle Handlungen in der Gig-Economy. Was auf der Oberfläche wie blosses Feedback wirkt, dient der Sortierung und Disziplinierung und macht die Gig-Economy überhaupt erst möglich, erklärt Soziologe Markus Unternährer.
Die Wegwerfmentalität prägt auch die Immobilienbranche – und so kommen über 80 Prozent des Schweizer Abfalls aus der Bauwirtschaft. Doch es entsteht gerade eine gegenläufige Kultur: das Wieder- und Weiterverwenden von Baumaterialien. Das neue Jagen und Sammeln hat gerade erst begonnen.
Von den knapp 50000 verbliebenen Bauernhöfen in der Schweiz stellten in den letzten Jahren mehr als 70 auf vegane Landwirtschaft um. Sie verzichten auf die Ausbeutung und das Töten der sogenannten Nutztiere. Unterwegs mit der Initiantin der Bewegung, der Ethikerin und Landwirtin Sarah Heiligtag.
Immer mehr KMU weichen von der klassischen Hierarchie ab. Für die Mitarbeitenden sind neue Organisationsformen anspruchsvoll, bringen aber grössere Freiheiten. Wer einmal so gearbeitet hat, will nicht zurück.
Vegetarische Nahrung boomt, doch die Schweizer Bäuerinnen und Bauern produzieren vor allem Fleisch. Aus Tradition, topografischen Gründen – und weil es vom Bund gefördert wird. Wie lässt sich das ändern?
Für die Aufnahme in ihr Anlageuniversum bewertet die ABS nicht nur Unternehmen, sondern auch Länder. Dabei kommt unter anderem der alternative Fortschrittsindikator Happy Planet Index (HPI) zum Einsatz. Er bietet einen einzigartigen und mitunter überraschenden Blick auf die Welt.
Die Schweiz hat einen enorm hohen Rohstoffverbrauch, was Umwelt und Klima belastet. Die Umstellung auf Kreislaufwirtschaft kann Abhilfe schaffen und neue ökonomische Perspektiven eröffnen. Doch wie weit sind Unternehmen und Gesellschaft mit dieser Transformation?
Was passiert, wenn die Politik zu lange zaudert und keine griffigen Massnahmen gegen die Klimaerhitzung beschliesst? Wenn auch Divestment nichts nützt und die multinationalen Energieunternehmen weiterhin ungehindert Erdöl fördern?
«Made in China» kauft man heute ja sehr oft. Seit den neuen Konsum-Apps wie Temu stellt sich allerdings die Frage, welche Handelswege transparenter sind: die über einen Grossisten in der Schweiz oder die direkt über die App? Eine Probe aufs Exempel.
Radikal lokale Gastronomie gewinnt an Bedeutung. Ein Beispiel ist das Restaurant Zum Goldenen Fass in Basel, das ausschliesslich Produkte aus der Region und der Schweiz verwendet.
Das Silicon Valley ist der Treiber der globalen Gig-Economy. Uber, DoorDash oder Amazon geben alles daran, ihre Vision der Arbeit voranzutreiben. Sie haben volle Kriegskassen und keine Hemmungen, Arbeitskämpfe zu unterdrücken.
Tim Jackson schrieb 2009 den Bericht «Wohlstand ohne Wachstum». Das Buch fand international grosse Beachtung und gilt heute als Standardwerk der Postwachstumsökonomie. In seinem neusten Buch betrachtet er Postwachstumsthemen aus einer philosophischen Perspektive.
Immer grösser, immer schwerer – das gilt auch für die Fahrzeuge auf dem Acker. Ein Landwirt im Bernischen macht genau das Gegenteil: Er entkleidet seinen Traktor.
Die Bewegung zum Rückzug von Investitionen aus fossilen Energieunternehmen hat in der Schweiz Fahrt aufgenommen. So zogen einige öffentlich-rechtliche Pensionskassen ihre Gelder zumindest aus der besonders klimaschädlichen Kohle zurück.
Während die Erdöllobby weiterhin CO2-Reduktions-Ziele bekämpft und die Klimajugend den Aufstand probt, arbeiten immer mehr Schweizer Unternehmen auf eine CO2-neutrale Zukunft hin. Ein Gespräch mit Christian Zeyer, Geschäftsführer von Swisscleantech.
Bei der ABS sind die Löhne tiefer als in der Branche üblich. Ein Problem ist das für die Bank aber nicht. Sie bietet ihren Mitarbeitenden viel anderes, das zufrieden und glücklich macht.
Matthias Binswanger ist einer der bekanntesten Wachstumskritiker der Schweiz. Der Wirtschaftsprofessor verhandelt das Problem aber nicht nur aus ökologischer Perspektive, für ihn hat Wachstum viel mit Glück zu tun. Beziehungsweise mit dem Unglück, dass die Wirtschaft zusehends sinnlos weiterwächst.
Die NGO B Lab setzt sich dafür ein, dass die globale Wirtschaft sozialer und ökologischer wird, und zeichnet nachhaltige Unternehmen mit dem Zertifikat «B Corp» aus. Seit 2017 ist die in den USA gegründete NGO auch in der Schweiz aktiv. Wir haben uns mit Jonathan Normand, dem Gründer und Direktor von B Lab Switzerland, unterhalten.
Nur wenigen Frauen gelingt es, die gläserne Decke in der Finanzwelt zu durchbrechen. Die Gründe dafür sind sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen zu suchen. Aber was zeichnet Frauen aus, die es geschafft haben?
Mit der «Sustainable Banking Scorecard» können alle Banken auf ihre Nachhaltigkeit hin geprüft werden.
Selbständige waren noch nie gegen Arbeitslosigkeit versichert. Prekarisiert die Gig-Economy sie nun zusätzlich? Ja, sagt der Ökonom Mathias Binswanger. Er arbeitet an einer Lösung.
Wirtschaft und Gesellschaft sind herausgefordert, sich vom ständigen Wirtschaftswachstum zu verabschieden. Warum ist das so schwierig? Ein Interview mit der Ökonomin und führenden Postwachstumsforscherin Irmi Seidl.
In fünf Porträts erzählen Frauen und Männer aus verschiedenen Berufen, was ihnen bei der Arbeit Freude macht. Illustrationen: Clerici Partner Design
Das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 68 hat die Ressource Boden aus biologischer, geografischer, politischer und ökonomischer Sicht beleuchtet.
«Change finance to finance change» ist das Motto von Sanika Nele Hufeland, Managing Director des Institute for Social Banking (ISB) in Berlin.
Die Journalistin Alice Kohli wechselte vor drei Jahren von der Tageszeitung NZZ zur NGO Public Eye. Ihre Recherchen sind brisant und anspruchsvoll. Und sie zeigen Wirkung.
Die Transformation des Schweizer Gebäudeparks birgt soziale Risiken. Das zeigt sich immer deutlicher in den Städten, wo vermehrt Häuser und ganze Siedlungen mit günstigen Wohnungen abgerissen werden. Wie konnte es so weit kommen, und wie können Gemeinden dagegenhalten?
Kann ein Unternehmen, dessen Kerngeschäft viel CO2 verursacht, die Energiewende vollziehen? Ja, sagt ausgerechnet ein Gas-Unternehmen: Energie 360°, der grösste Schweizer Gasanbieter, setzt auf erneuerbare Energien.
Innovation treibt unsere Wirtschaft an. Unternehmen beginnen zu verstehen, dass sie klar Stellung zu den Werten beziehen müssen, die sie bei ihren Entscheidungen leiten. Wir haben uns darüber mit Johan Rochel unterhalten, Mitbegründer des Labors für Innovationsethik Ethix, das Unternehmen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Innovation begleitet.
Als erster Kanton verpflichtet Genf Plattformunternehmen wie Uber dazu, ihre «scheinselbständigen» Taxifahrerinnen und Essenskuriere anzustellen. Doch Uber leistet Widerstand und will seine eigenen Spielregeln durchsetzen. Die Gewerkschaften krempeln die Ärmel hoch und eröffnen die Debatte auf nationaler Ebene.
Um wirkliche Gleichberechtigung zu erreichen, muss die Hausarbeit völlig neu organisiert werden. Oder: Was hat die ökologische Wende mit Feminismus zu tun? Ein Beitrag aus Sicht der Postwachstumsbewegung.
Die Arbeit von morgen wird von Menschen erbracht werden, die heute noch Kinder sind. Während ihrer Ausbildung verändert sich die Welt laufend, schnell und radikal – wegen der Digitalisierung, aber auch durch Klimawandel, Migration und globale Ressourcenverteilung.
Mittels Zeitmessung zur Effizienz – und damit zum ökonomischen Erfolg: Das verspricht das Konzept des «Scientific Management». Vor hundert Jahren erfunden, um die Produktivität in der Industrie zu steigern, prägt es unsere Arbeits- und Lebenswelten mehr denn je.
Im Frühsommer 2017 besuchte Kay Adler, Strategiechefin der New Resource Bank aus San Francisco, mehrere europäische Partnerbanken aus dem GABV-Netzwerk. moneta hat sie in Olten getroffen.
Die Pizol Energie AG will Teile der drei St. Galler Gemeinden Wangs, Mels und Sargans mit erneuerbarer Fernwärme versorgen. Die Holzheizzentrale im Wolfriet Wangs soll im Herbst 2024 in Betrieb genommen werden.
Die Schweiz gilt als streikarm. Doch seit der Jahrtausendwende nehmen die Arbeitskämpfe wieder deutlich zu. Und zwar quer durch alle Branchen hindurch.
Das globale Finanzsystem soll sicherer werden. Dafür setzt sich die US-amerikanische Ökonomin Anat Admati ein und verlangt, dass der Finanzsektor wie jede andere Branche behandelt wird.
Die Divestment-Bewegung wird weltweit immer stärker. Doch nicht alle Expertinnen und Experten für nachhaltige Finanzen halten es für zielführend, Investitionen aus fossilen Energieunternehmen abzuziehen.
Tausende von Frauen werden am 14. Juni 2019 streiken – unabhängig von Alter, gesellschaftlichem Status, politischer Einstellung oder sexueller Orientierung. Was sie zusammenbringt? Der Wille, sich gegen Belästigung, Gewalt und Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Sie fordern gleiche Löhne, anständige Renten und vor allem einen gesellschaftlichen Wandel.
Viele Menschen leiden bei der Arbeit unter einer einengenden Unternehmenskultur, etwa unter einem Mangel an Vertrauen und Gestaltungsspielraum. Ein möglicher Ausweg ist, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und es als Chefin oder Chef besser zu machen.
Immer mehr Produkte werden online gekauft. Gleichzeitig ist der Ärger über stinkende LKWs und Staus gross. Neue Verkehrsprojekte versprechen, den Gütertransport umweltfreundlich und effizient zu gestalten. Eines davon ist Cargo sous terrain.
Die Finanzkrise war auch eine Krise der Finanzmethoden – insbesondere des Risikomanagements. Dabei kam der Begriff des Risikos ursprünglich ins westliche Denken durch Handelstreibende, die auf Vorsicht bedacht waren.
Seit kurzem hat der Kanton Zürich einen Kreislauf-Artikel in der Verfassung und die Stadt mit «Circular Zürich» eine entsprechende Strategie. Wie kam es soweit? Und was bedeutet das konkret? Was können Stadt und Kanton tun damit die Umstellung gelingt?
Der Wald gilt vielen als Inbegriff der Natur, des Ursprünglichen und Unberührten. Ein Streifzug durch die Geschichte zeigt aber, wie Menschen den Wald schon seit Jahrtausenden prägen.
Ökonominnen und Ökonomen suchen nach Methoden, wie der Nutzen von Gesundheitsleistungen gemessen und optimiert werden könnte. Dabei verwechseln sie aber Gesundheit mit Lebensqualität.
Während Firmen gern einzelne Produkte als nachhaltig bewerben, fehlen oft Informationen zur ökologischen und sozialen Wirkung eines Unternehmens als Ganzes.
Wenn Angestellte kurzentschlossen ihre Firma übernehmen und sie so vor dem Konkurs retten, brauchen sie viel Mumm. Das zeigt das Beispiel des «Musigbistrots» in Bern.
Das Internet verändert unsere Einkaufsgewohnheiten rasant – und damit die Wege, welche die Waren zurücklegen. Dieser Wandel beeinflusst die Logistik, aber auch die Arbeitsformen im Detailhandel.
Schon zehn Jahre ist es her, dass der Medizinethiker Giovanni Maio in einem dünnen Suhrkamp-Band das «Geschäftsmodell Gesundheit» angeprangert hat – «Wie der Markt die Heilkunst abschafft», hiess es im Untertitel.
Die Westschweizer Genossenschaft Neonomia ermöglicht selbständigen Erwerbstätigen, ihr eigenes Unternehmen zu führen und gleichzeitig von den Sozialleistungen zu profitieren, die normalerweise Angestellten vorbehalten sind. Ein Modell mit Zukunft?
Wie wird sich der Schweizer Arbeitsmarkt künftig entwickeln? Ein Gespräch mit dem Arbeitsmarktspezialisten Michael Siegenthaler von der ETH Zürich.
Sorgearbeit steht unter Kostendruck – mit gravierenden Folgen für alle, die diese unverzichtbare Arbeit leisten. Sie sind meist schlecht oder gar nicht bezahlt und arbeiten oft unter grossem Zeitdruck. Wie lässt sich das verändern? Welche Visionen gibt es für die Care-Arbeit der Zukunft?
Durch den Massenkonsum von Rindfleisch, Soja- und Palmölprodukten fördern wir die Abholzung tropischer Regenwälder. Die EU gibt mit einem neuen Gesetz Gegensteuer. Eine Auslegeordnung in zehn Fragen und Antworten.
Das Designbüro Mifactori aus Berlin entwickelt Produkte, Methoden, Kampagnen und Bildung für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. Warum wir einen ganz neuen Designansatz brauchen und was das alles mit Spielzeug zu tun hat, erläutert der Initiator Lars Zimmermann.
Das Schweizer Gesundheitswesen wird immer teurer – und einen grossen Teil der Kosten trägt die Bevölkerung selbst. Ein Blick auf verschiedene Zahlen und Fakten zeigt, wie sich die Gesundheitskosten entwickeln, wer sie trägt und wo die Schweiz im internationalen Vergleich steht.
Wie viel Sinn kann Arbeit machen? Es ist gerade viel die Rede von «Purpose», wenn es um die schöne neue Arbeitswelt geht. Die harmlos klingende Frage hat immer wieder für heftige Kontroversen gesorgt.
Vor einem Jahr haben die Abgeordneten des Waadtländer Grossen Rates ein Postulat angenommen, das das Bruttoinlandsprodukt durch das «Waadtländer Bruttoglück» ersetzen möchte. Der überraschende Entscheid kam mit einer knappen Mehrheit zustande – auch mit Unterstützung von Bürgerlichen.
In einer Welt, in der alles immer knapper zu werden scheint, ist es für den Ökonomen Christian Arnsperger an der Zeit Wohlstand neu zu definieren. Im Interview plädiert er für Suffizienz, die für Individuen und für Unternehmen funktioniere.
Auch in der Schweiz gerät der Wald immer mehr unter Druck, vor allem durch die Klimaerwärmung. Was passiert da genau – und was stärkt den Wald? Ein Gespräch mit dem Leiter der Abteilung Wald beim Bundesamt für Umwelt, Michael Reinhard.
Die «open circular economy»-Bewegung hat eine radikale Vision von Kreislaufwirtschaft: Offene Systeme, wie man sie von der Software-Entwicklung kennt, müssten auch für Hardware Vorbild sein, erklärt Maximilian Voigt von der Open Knowledge Foundation.
Der Holzbau boomt und gilt sogar als Verbündeter in der Bewältigung der Klimakrise. Aber das meiste in der Schweiz verbaute Holz stammt aus unbekannten Wäldern im Ausland. Was bedeutet das?
Um geschlagenes Holz zu ernten, dringen im Mittelland schwere Maschinen in die Wälder vor. Nicht so im aargauischen Suhrental. Dort arbeitet Revierförster Urs Gsell mit Methoden, die den Waldboden schonen.
Plötzlich sind sie überall in der Westschweiz: Repair-Cafés. Die Besucherinnen und Besucher kommen nicht nur, um einen Kaffee zu geniessen, sondern auch, um ein Bügeleisen oder einen Toaster reparieren zu lassen – und natürlich, um sich auszutauschen.
Warum steigen die Gesundheitskosten immer weiter? Weil die mächtigsten Akteure im Markt die grossen Entscheide treffen und nicht die Politik.
Was finanzielle Inklusion genau ist, warum es sie braucht und was sie tatsächlich bringt. Ein Überblick.
Wachstum steht für Wohlstand. Aber auch für die Zerstörung des Planeten, wie wir ihn kennen. Rot und Grün sind sich deshalb einig: Es braucht eine Politik, die Wohlstand von Wachstum entkoppelt und zugleich sozial nachhaltig ist. Das ist aber gar nicht so einfach.
In der westlichen Kulturtradition ist Wachstum (fast) immer positiv besetzt. Und das Gegenteil von Wachstum können wir uns eigentlich nur als Katastrophe vorstellen. Diese Grunderzählungen müssen wir dringend hinter uns lassen, um die Angst vor dem Nicht-Wachstum zu verlieren.
Eine substanzielle Reduktion der Arbeitszeit in der Schweiz sei überfällig, findet Mirjam Brunner von der Gewerkschaft Unia. Weniger zu arbeiten, halte die Leute gesund und sei gut fürs Klima.
Moderne digitale Technik und künstliche Intelligenz vereinfachen bereits heute vielen Menschen mit Behinderungen die Kommunikation. Weitere revolutionäre Entwicklungen sind zu erwarten, auch für ihren Zugang zum Arbeitsmarkt. Dass es mit der Inklusion hierzulande trotzdem harzt, hat andere Gründe.
Vor 50 Jahren publizierte der Club of Rome «Die Grenzen des Wachstums». Die eher trockene Abhandlung hat sich seither millionenfach verkauft und etliche Neuauflagen erhalten. Warum eigentlich? Ein Blick auf die erstaunliche Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Buchs.
Wenn global verantwortungsvolles Denken lokal unbeabsichtigte Folgen hat: Solino-Gründer Felix Ahlers erklärt im Interview, warum kleine Kaffeebauern in Äthiopien über die neue EU-Entwaldungsverordnung zu stolpern drohen.
Die vielen Krisen, wie die Pandemie und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, haben gezeigt, wie verletzlich die globalen Lieferketten teilweise sind.
Die Pizol Energie AG will Teile der drei St. Galler Gemeinden Wangs, Mels und Sargans mit erneuerbarer Fernwärme versorgen. Die Holzheizzentrale im Wolfriet Wangs soll im Herbst 2024 in Betrieb genommen werden.
Matthias Binswanger ist einer der bekanntesten Wachstumskritiker der Schweiz. Der Wirtschaftsprofessor verhandelt das Problem aber nicht nur aus ökologischer Perspektive, für ihn hat Wachstum viel mit Glück zu tun. Beziehungsweise mit dem Unglück, dass die Wirtschaft zusehends sinnlos weiterwächst.
Der Verband Après-GE unterstützt seit 2003 Unternehmen der Sozial- und Solidarwirtschaft. Diese leben vor, wie man als Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt beitragen kann. Ein Einblick.
Lokal ist im Trend. Zumindest im Supermarktregal gilt das «von hier» als Qualitätsmerkmal. Gleichzeitig ist die Schweiz stark global vernetzt. In unterschiedlichsten Bereichen wird fleissig importiert und exportiert.
Die Krankenkassenprämien steigen und steigen. Ein Teil dieser Preissteigerung ermöglicht uns ein längeres und besseres Leben. Es gibt aber auch unnötige Kosten. Die SP will mit einer neuen Initiative für eine öffentliche Kasse Gegensteuer geben.
Fast ein Drittel der Lebensmittel in der Schweiz wird weggeworfen. Die Umweltstiftung Pusch und der Bund wollen das ändern: Ambitioniertes Ziel ist eine Halbierung des Food-Waste bis 2030. Wo setzen sie im Kampf gegen die Verschwendung an?
Seit bald vierzig Jahren handelt die Intercomestibles in der Stadt Zürich mit Bier, Mineralwasser und Schnaps. Der Betrieb setzt auf die Mitsprache der hundertköpfigen Belegschaft – und verlässt sich bei Bankgeschäften auf die ABS.
Wann wird Ungleichheit zu extrem? Ein Expertengremium schlägt vor, das Thema Ungleichheit ähnlich wie das Klima von einem unabhängigen Gremium bewerten zu lassen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.
Die ABS verzeichnet ein erfolgreiches erstes Halbjahr. Sie konnte die Erträge in allen Bereichen steigern. Die deutlichste Zunahme gelang bei den Erneuerungs- und Neugeschäften im Kreditgeschäft. Da der Geschäftsaufwand ebenfalls stieg und höhere Wertberichtigungen vorgenommen wurden, resultiert ein tieferer Gewinn als im Vorjahr.
Statt in kahlen Meeting-Räumen sollten wir uns für Sitzungen vermehrt im Grünen treffen. Dies fordert Hans Rusinek, der zur Zukunft der Arbeit forscht und den wir gerade auf einem Spaziergang durch Hamburg erwischen.
Immer mehr Unternehmen verabschieden sich von strikt hierarchischen Organisationsformen und erwarten von Angestellten, dass sie mitdenken und mitentscheiden. Kommt das gut, wenn sich Chefs reihenweise selbst abschaffen?
Über hundert Millionen Menschen in europäischen Ländern sind auf das Wasser, das aus den Alpen abfliesst, angewiesen. Weil die Gletscher schwinden und Alpenländer wie die Schweiz mehr und mehr Wasser für die Energieproduktion speichern wollen, wird es zunehmend zu saisonalen Knappheiten kommen.
Es ist ein eher wenig beachteter Brennpunkt aktueller kapitalistischer Machtspiele: Wasser als Ressource. Der Eindruck nämlich, dass die grossen, neoliberalen Privatisierungswellen eher am Abflachen sind: Er täuscht.
Die wirtschaftliche Ungleichheit nimmt zu. Viele Menschen fühlen sich dadurch unter Druck – aber nicht nur materiell. Sie fürchten auch um ihren Status. Rechtspopulistische Parteien machen sich diese Ängste zunutze: Sie greifen sie auf und befeuern einen Kulturkampf.
Lange Trockenheit und extreme Niederschläge führten bei Konrad Langhart zu einem Gesinnungswandel. Der ehemalige SVP-Politiker und Bauer stellte von konventioneller Landwirtschaft auf Bio und Demeter um. Die Partei wechselte er auch.
Der Verband Après-GE unterstützt seit 2003 Unternehmen der Sozial- und Solidarwirtschaft. Diese leben vor, wie man als Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung von Gesellschaft und Umwelt beitragen kann. Ein Einblick.
Warum gibt es eigentlich noch Zugklassen, warum unterschiedliche Preiskategorien im Theater? Über all die unscheinbaren Ungleichheitssysteme, die unseren Alltag prägen – und unsere Gesellschaft eben doch klar sortieren.
Seit bald vierzig Jahren handelt die Intercomestibles in der Stadt Zürich mit Bier, Mineralwasser und Schnaps. Der Betrieb setzt auf die Mitsprache der hundertköpfigen Belegschaft – und verlässt sich bei Bankgeschäften auf die ABS.
Es gibt in der Schweiz immer weniger Handwerkerinnen und Handwerker. Denn viele Handwerksberufe sind in den letzten Jahrzehnten ausgestorben oder haben ein Imageproblem. Dabei sind sie unverzichtbar für Energiewende und Kreislaufwirtschaft.
Viele Handwerksberufe sind nach wie vor Männerdomänen. Insbesondere in den Bau- und Installationsberufen bilden Frauen eine verschwindend kleine Minderheit. Warum ist das so? Und was braucht es, damit es künftig mehr Handwerkerinnen gibt?
In der Schweiz hängen jedes Jahr mehrere Menschen ihren Schreibtischjob an den Nagel, um sich einer handwerklichen Tätigkeit zu widmen. Sinnkrise, Bedürfnis nach Freiraum oder Systemkritik: Die Gründe für eine Neuorientierung sind vielfältig.
Die Polsterei und Sattlerei Hoher in Zürich besteht seit 1868 und wird von Ursula Hoher in vierter Generation geführt. Wie ein solch traditioneller Handwerksbetrieb heute bestehen kann, zeigt ein Besuch in ihrem Atelier.
Wie viel Handwerk steckt in einem Schuh? Erstaunlich viel. Zumindest wenn man einen klassischen Lederschuh fertigen will und nicht einen Hightech-Sneaker. Luxus darf man wohl beides nennen.
Handwerk hat goldenen Boden? Die gesellschaftliche Stellung des Schaffens von Hand hat eine schillernde Geschichte. Eine kleine Soziologie des Handwerks.
Auf Schweizer Baustellen arbeiten zu einem grossen Teil migrantische Handwerker. Sie dürfen nicht mehr diskriminiert und ausgebeutet werden wie unter dem Saisonnierstatut. Aber unter würdigen Bedingungen arbeiten zu können, bleibt ein ständiger Kampf.
Johan Leutwiler ist Schwertschmied in Japan. Jeden Tag schmiedet der Walliser mit präzisen Hammerschlägen traditionelle Schwerter – der Schönheit wegen.
Johan Leutwiler ist Schwertschmied in Japan. Jeden Tag schmiedet der Walliser mit präzisen Hammerschlägen traditionelle Schwerter – der Schönheit wegen.